Heilpraktiker · Osteopathie · Mesologie
Thomas Dannat

Was ist Mesologie?

Mesologie ist ein Konzept der Heilkunde, das schulmedizinische Kenntnis und Kenntnisse der komplementären Medizin in Diagnose und Therapie von chronischen Krankheiten effektiv integriert. Mesologie ist eine funktionelle Heilkunde.
Das Konzept der Mesologie basiert auf drei fundamentalen Prinzipien:

1. Der menschliche Organismus ist eine funktionelle Einheit

Der Mensch befindet sich in einer ständigen Wechselwirkung mit seiner Umgebung. In dieser Interaktion reagiert der Organismus immer als Einheit. Diese Reaktion lässt sich auf verschiedenen Ebenen (physisch, emotional, mental, energetisch und existentiell) beobachten bzw. beschreiben.

2. Es gibt immer Zusammenhänge zwischen Funktion und Dysfunktion

Die Mesologie formuliert eine Beziehung verschiedener physiologischer Schemata, die sich als symptomatische Veränderungen manifestieren.
Die gegenseitigen Zusammenhänge kann man durch die diagnostischen Kennzeichen feststellen. Diese Kennzeichen sind die Äußerung der Reaktion der totalen funktionellen Einheit auf ihre Umgebung. Anders ausgedrückt: an Strukturen (Gelenke, Muskeln, Haut usw.) findet man die symptomatischen Veränderungen (Beschwerden) von internen Erkrankungen.
Wenn man die Zusammenhänge zwischen Funktion und Dysfunktion erkennt, sieht man die tiefere Ursache der Beschwerden (Systemtransparenz); Pathologie ist eine funktionelle Anpassung.

3. Der menschliche Körper besitzt Selbstregulierungskräfte

Der Mensch ist imstande sich an seine wechselnde Umgebung ständig anzupassen.
Diese Anpassung ist im Prinzip eine Selbstregulation.
Die natürlichen Kräfte stimulieren oder regenerieren den Organismus und sind auf Heilung ausgerichtet (die Wiederherstellung des dynamischen Gleichgewichts).

Was ist Schulmedizin?

Die Mesologie basiert auf gründlicher Kenntnis von Anatomie, Physiologie, Neurologie, Pathologie und der internen Heilkunde auf schulmedizinischer Grundlage. Diese Kenntnis ist die wissenschaftliche Basis; Mesologie ist eine angewandte Wissenschaft. Andererseits ist diese Kenntnis sehr wichtig für die Zusammenarbeit mit der Schulmedizin.

Was ist komplementäre Medizin?

Mesologie bedient sich nur der Formen der Heilkunde, die ergänzend (komplementär) zur Schulmedizin gezählt werden können. Diese Heilkunden besitzen eine wissenschaftliche Basis mit eigenen Untersuchungen. Die Integration der Kenntnis aus Schulmedizin und komplementärer Medizin bezeichnen wir als Philosophie der Mesologie. Es existiert eine Systemtransparenz in Diagnostik und Therapie, sowie eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern.

Wann hilft Mesologie?

Die Mesologie richtet sich auf chronische Krankheiten; der Arzt richtet sich mehr auf akute Beschwerden.
Der Mesologe ist dabei völlig selbständig in Diagnostik und Therapie. Er sieht die Beschwerden der Patienten unter einem breiten Blickwickel, diagnostiziert zuerst die Ursache der Beschwerden und sucht danach die richtige Therapie. Bei der Therapie verfügt die Mesologie zum einen über die breite Kenntnis der Schulmedizin, zum anderen über die der komplementären Medizin (Homöopathie, Phytotherapie usw.).
Die Kenntnisse der Schulmedizin nutzt man zum Beispiel für die Erkennung von Nebenwirkungen der klassischen Medikamente, die Kenntnisse der komplementären Medizin zur kausalen Behandlung der Ursache der Beschwerden.
Daraus resultierend läßt sich dann Rat über Nahrung und Lebensgewohnheiten geben. Außerdem lassen sich die Kenntnisse aus der Schulmedizin und aus dem komplementären Arbeitsgebiet für gezielte Überweisungen nutzen.

Wie funktioniert Mesologie?

Die Schulmedizin richtet ihre Arbeit hauptsächlich auf die Zelländerung (Zytologie, Histologie) und ihre Steuerung. Sie versucht das Leben der Zelle durch Beeinflussung der Steuerung (Medikamente) oder Änderung der Zelle und deren Symptome (Chirurgie, Medikamente) zu beeinflussen.

Wir suchen die Ursache der Krankheit beziehungsweise der Beschwerden in der Reaktion der Organismus auf Umgebungsstressoren. Die Mesologie legt den Fokus mehr auf die Umgebung der Zelle. Sie nutzt die Kenntnisse der Schulmedizin und der komplementären Medizin. Damit integriert sie die Umgebung der Zelle in die Totalität der menschlichen Funktionen (Nahrung, Energetika, Psyche usw.).
So wie der Mensch nur in seiner Umgebung (Luft, Nahrung, Sozialbezug) funktionieren kann, funktioniert die Zelle nur in einer ausgeglichenen Umgebung.

Folgerichtig nutzt die Mesologie verschiedene Betrachtungsweisen und Formen der Heilkunde.
Kennzeichnend für die Mesologie ist die diagnostische Phase.
Der Mesologe sucht beim Patienten das Warum und die Bedeutung der Beschwerden. So kann es bei zehn Menschen mit Kopfschmerzen zu bis zu zehn verschiedenen Funktionsstörungen führen, die unterschiedlich behandelt werden müssen.

Außerhalb der schulmedizinischen Körperuntersuchung macht der Mesologe eine orthopädische Untersuchung und wendet die chinesische/ayurvedische Puls- und Zungendiagnostik an. Charakteristisch für die Mesologie ist außerdem die Elektro-Physiologische Diagnostik (EPD).
Im gesamten Gesundheitswesen steht und fällt der Erfolg einer Therapie mit der Erstellung der richtigen Diagnose. Wenn die richtige Diagnose zur Ursache der Beschwerden des Patienten führt, kann die Therapie in den meisten Fällen zielgerecht und fast automatisch erfolgen.
In der gegenwärtigen Medizin sprechen wir von Krankheiten und Syndromen. Eine Erkrankung äußert sich durch verschiedene Symptome, zu denen auch ein bestimmtes pathologisch-anatomisches Bild gehört. Dies ist eine Gesetzmäßigkeit, die von Virchow (1859) festgelegt wurde und in der Schulmedizin noch immer Gültigkeit hat.
Bei Syndromen haben wir es in der Regel mit einer Reihe von Symptomen ohne deutlich nachweisbare pathologisch-anatomische Grundlage zu tun.

Die diagnostische Feststellung einer Krankheit oder eines Syndroms führt in der Regel zu einer pharmakologischen Medikation oder einem medizinischen Eingriff, der entsprechend dieser Diagnose geeignet erscheint.
Weniger wird nach der Ursache einer Krankheit beim Individuum gesucht.
Die reine Feststellung, dass es eine pathologische Änderung gibt, wird zur Diagnose erhoben, woraus die Therapie erfolgt.

Viele Syndrome werden später in der medizinischen Praxis - mangels besserer Kenntnis - als Krankheit gedeutet (z.B. die Krankheit von Ménière, M.S., Sarkoïdose). Aus den meisten alternativen Heilmethoden lernen wir aber, dass der Mensch mehr ist als eine Summe anatomischer Strukturen. Sie betonen deutlicher den Zusammenhang zwischen Körper und Geist, zwischen dem Menschen und seiner Umgebung, zwischen dem Irdischen und dem Kosmischen als die schulmedizinischen Methoden.
Jede Diagnose beruht auf einer einzigartigen Ursache, abgestimmt auf den individuellen Status und die Funktion für den jeweiligen Menschen. Um diese einzigartige Ursache zu finden, müssen möglichst viele Aspekte des jeweiligen Menschen bei der Ursache für eine Krankheit mit einbezogen werden.
Das Augenmerk liegt zunächst auf der aktuellen Organisation: Wie hat sich der Patient im Laufe der Jahre an das Alter, an die Traumata, die Intoxikationen usw. angepasst. Weiter geht es um die aktuelle Funktion: Wie funktioniert der Mensch in seiner Anpassung bezüglich Ernährung, Psyche, Mentalität, usw. Bei der Suche nach der kausalen Diagnose müssen alle Aspekte des menschlichen Daseins aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Der Mesologe ist mit seiner Kenntnis und Fähigkeit imstande die Symptomatik des Patienten in eine Systemtransparenz zu bringen.

Die Diagnostik der chinesischen Medizin muss der physiologischen Interpretation des Westens entsprechen, die symptomatischen Reflexzonen müssen mit den pathologischen Befunden übereinstimmen, die Psyche findet ihre Rückwirkung im Körper, die Energetika finden ihre Transparenz in der Biochemie usw.
Die Kunst der Diagnostik besteht darin, möglichst alle Aspekte des Patienten bei der Klärung der Ursache der Symptome einzubeziehen. Mesologie integriert die diagnostischen Ergebnisse der verschiedenen medizinischen Betrachtungsweisen (Ansichten) und bringt diese untereinander in Zusammenhang.
Die Ergebnisse der verschiedenen Betrachtungsweisen (Ansichten) müssen die Zuverlässigkeit und die Vollständigkeit der Diagnose verstärken: Nur dann ist von Transparenz im diagnostischen System die Rede. Diese Transparenz wird innerhalb der Mesologie Systemtransparenz genannt.
Wenn der Mesologe diagnostiziert, ist dies auch wissenschaftlich kontrollierbar, vorausgesetzt, dass die Parameter der Untersuchung gleich sind. Damit erreicht die Mesologie einen einzigartigen Status im gegenwärtigen Gesundheitswesen:
Sie schafft die Möglichkeit zur Kommunikation und Kontrollierbarkeit zwischen den verschiedenen Formen der Heilkunde und bietet die Voraussetzung zu einer guten Zusammenarbeit.


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Thomas Dannat

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